Vom Bürgerausschuss zur

>>Großen Gladbacher Karnevalsgesellschaft<<

Die Große Gladbacher Karnevalsgesellschaft (GGK) führt ihre Entstehung durch die Mitglieder der "KG Böse Buben" auf das Jahr 1932 zurück. In diesem Jahr begann die Session mit einer "Großen Damensitzung" in der Kaiser-Friedrich-Halle. Weil für gesamtstädtische Veranstaltungen damals noch die nötigen Voraussetzungen und vor allen Dingen die nötigen Finanzmittel fehlten, bildete sich der Bürgerausschuss "Wer donnt all möt". Dieser Ausschuss hatte als Unterabteilung einen Karnevalsausschuss, der das karnevalistische Leben in der Stadt organisieren sollte. Er leitete in den Jahren 1934 und 1935 die Maskenumzüge durch die Innenstadt und führte 1936 den ersten Veilchendienstagszug durch. Aus dem Bürgerausschuss entsteht am 4. Juli 1938 offiziell die Große Gladbacher Karnevalsgesellschaft durch die Eintragung ins Vereinsregister. Die Gesellschaft gliederte sich in die Abteilungen "Der Große Rat", "Prinzengarde Rot-Grau" und "Gelb-Blaue Funken". Der Vorsitzende Josef Cohnen und der Präsident Carl-Heinz Metzer leiteten nicht nur die Geschicke ihrer Gesellschaft, sondern kooperierten auch mit den anderen 13 Gesellschaften der Stadt. Aus Presseberichten ist zu entnehmen, dass sich die GGK tonangebend in Sachen Karneval hervortat.

Der 2. Weltkrieg setzt allem närrischen Treiben ein Ende.

Nach dem Ende des Krieges ließen die Mannen aus der Vorkriegszeit die GGK wieder aufleben. Vorsitzender Josef Cohnen und Präsident Carl-Heinz Metzer legten die Veranstaltungen wieder in die Kaiser-Friedrich-Halle. Die GGK wurde durch ein Amazonenkorps erweitert, das aber nicht lange Bestand hatte. Die Formationen "Prinzengarde" und "Gelb-Blaue Funken" verselbstständigten sich immer mehr durch eigene Kassenführung und eigene Vorstände, blieben aber Mitglieder der GGK und waren verpflichtet an allen Veranstaltungen der GGK teilzunehmen.

Die kommunale Neugliederung im Jahr 1975 brachte die Zusammenführung von Alt-Gladbach und Rheydt zur Großstadt Mönchengladbach und damit verbunden eine notwendige Neuordnung des karnevalistischen Gefüges in der neuen Gesamtstadt. Es bildete sich die Dachorganisation aller Karnevalsgesellschaften in unserer Stadt als
"Mönchengladbacher Karnevalsverband".
In den 80er Jahren löste sich zuerst die Prinzengarde aus der Gesellschaft, um gemeinsam mit der Großen Rheydter Prinzengarde die Prinzenpaarbegleitung zu übernehmen. Dann machten sich die Gelb-Blauen Funken selbstständig und bildeten sich um zur "Garde des Oberbürgermeisters". Die verbleibende Formation "Der Große Rat" übernahm jetzt eigenständig seine Muttergesellschaft "Große Gladbacher Karnevalsgesellschaft", die er bis heute führt.